Warum KI-Musik echte Musik ist!

Warum KI-Musik echte Musik ist!

In der Debatte um KI-Musik drehen sich die Diskussionen oft im Kreis: Ist das überhaupt Kunst, weil man den Text selbst geschrieben oder die Instrumentierung bewusst gepromptet hat? Manche werfen uns vor, das sei schlichtweg keine Musik.

Aber schauen wir uns an, was Musik im Kern ist: Töne, die bestenfalls harmonieren und durch Schwingungen erzeugt werden.

Der Instrumentenkasten als digitale Bibliothek

Genau hier setzt der Punkt an: KI-Musik ist im Grunde nichts anderes als die Verlagerung der Tonfrequenz einzelner Instrumente in eine digitale Bibliothek.

Früher waren wir an die physikalische Hardware unserer Instrumente gebunden. Eine Geige wird von Natur aus nie wie ein Klavier klingen, eine Trompete keine Gitarre.

Jedes klassische Instrument hat seinen eigenen, festgelegten physischen Resonanzraum. Im übertragenen Sinn ist auch eine traditionelle Geige nichts anderes als ein analoger „Speicher“, dessen Holz, Lack und Saiten genau vorgeben, was sie zu leisten imstande ist.

Mit moderner Technologie nutzen wir diese akustischen Speicher einfach digital, genauso wie das Original, nur dass wir sie eben nicht mehr physisch anfassen müssen.

Der Vergleich zum Buch trifft es perfekt: Es ist wie ein Hardcover-Buch und ein E-Book. Beide haben idealerweise denselben Inhalt. Ob man nun lieber ein echtes Buch in der Hand hat, ist reine Geschmackssache, aber es macht keinen Unterschied in der Qualität oder der Objektivität des Inhalts! Ganz ähnlich ist es bei der Musik: Am Ende kommt beides aus demselben Lautsprecher oder denselben Kopfhörern, und die Hörerfahrung des Inhalts bleibt exakt dieselbe. Ob man das physische Instrument bevorzugt oder die digitale Bibliothek anzapft, ist Vorliebe!
Aber eben kein qualitativer Unterschied.

Wie das Trommelfell entscheidet

Ob Schallwellen durch einen Bogen auf Rosshaar, eine analoge Oszillatorschaltung im Synthesizer oder durch diese digitale Bibliothek erzeugt werden, ist dem Trommelfell am Ende völlig egal. Es sind Schwingungen, die im Ohr ankommen und im Kopf Emotionen auslösen.

Das Endprodukt und das Gefühl zählen. Wenn der Sound sitzt, braucht es keine künstlichen Hologramme auf dem Bildschirm. Dann reicht ein guter MP3-Player, entsprechend gute Kopfhörer, eine gesunde Portion menschliche Fantasie und begeisterte Liebe zur Musik.

In diesem Sinne: Musik bleibt Musik.

Und was ist mit dem ganzen Video-Geraffel?

Wenn man sich anschaut, was andere so treiben, merkt man schnell, worüber sich manche ärgern: Viele versuchen, ihre Songs mit lip-syncenden CGI-Figuren zu untermalen, sei es die Fantasie-Blondine im knappen Wikingeroutfit, das verliebte Paar, das sich kitschig anschmachtet, oder die KI-Band, die auf Instrumenten spielt, die im Song gar nicht vorkommen, nur um Klicks zu generieren.

Ganz ehrlich: Das muss man niemandem verbieten, aber es ist einfach unnötig und wirkt albern. Ich will Musik machen, keine schlechten Videos. Tatsächlich gibt es ein paar ganz nette Ausnahmen, aber das Augenmerk sollte doch wohl der Musik gelten. Zum Glück erkennt man diese künstlichen Videos aktuell noch auf Meilen und wer sich da austoben will, soll das tun.
Leben und leben lassen.

Der Beitrag spiegelt unsere Meinung dazu wieder! Gerne freuen wir uns auf Einwürfe und Einblicke in deine Sichtweise! Also - Hau raus...

 

Ted von M6LabRec.

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