MODEM - Synthøra Wie ein Konzeptalbum entsteht! Musik DNA und wie sie entsteht
MODEM - Synthøra Wie ein Konzeptalbum entsteht! Musik DNA und wie sie entsteht
Lust dabei zu sein? Beziehungsweise es nachzuverfolgen? Die Entstehung unseres nächsten Konzeptalbums! Here we go!
Was ich an Suno liebe, ist diese beinahe Uneingeschränktheit, was Musik betrifft.
Manchmal haben wir bei M6LabRec. seltsame Ideen! So auch hier.
Man nehme eines der schrecklichsten und interessantesten Geräusche, wie ich finde, und mache daraus „Musik“!
„Modem“ ist ein Konzeptalbum mit einer konventionellen Seite und einer sehr experimentellen.
Viele kennen es noch – das böse Fiepen des Routers, das Zeichen, dass Telefonieren mal wieder nicht möglich war in dem Moment. Das Fiepen, das zeigt, dass das Modem versucht, sich zu connecten.
Ich habe einen Schnipsel davon genommen und geschaut: Wie reagiert Suno darauf? Aus jedem Sample, das du aufnimmst, macht Suno für sich einen Prompt, und genau damit haben wir weitergearbeitet.
Modem – sehr elektronische Geräusche: Fiepen, Piepen, weißes Rauschen und verzerrte Töne. Was liegt näher, als daraus eine Electro- oder Technonummer zu machen?
Ich denke, das wäre der Entschluss von fast allen von euch gewesen.
Nach einigen Prompt-Anpassungen hatten wir ein passendes instrumentales Gerüst!
Das Ganze war aber extrem hart und technisch, daher entschlossen wir uns, einen Text zu machen.
Da das Ganze extrem aggressiv ausfällt – wir haben bewusst 170 BPM gewählt, der Sound sollte nach vorne gehen –, wurde auch der Text dementsprechend: „Creature of the night“, sehr minimalistisch und rau, passend zum ursprünglichen Sample. Daher war die Überlegung, das Ganze etwas zu beruhigen und etwas Melodiöses zu integrieren.
Wer M6LabRec. kennt, weiß: Wir experimentieren gerne mit operesken Parts, und so auch hier.
Modem & Creature entstand.
Für mich der konventionelle Titel des Albums und alleinstehend auf Seite A. Die Nummer ist jederzeit clubtauglich und treibt mächtig.
Während Modem vs. Creature (Arbeitstitel, aus dem „vs.“ wurde ein „&“) entstand, arbeitete aber etwas in meinem Kopf und sagte: Hey, Modem und Techno hätten jetzt viele gemacht. Du bist zwar viel, aber nicht jeder! 😂
Und daraus entstanden zwei Nummern, die ich extrem feiere.
Erst vor Kurzem gab es einen Artikel über Song-DNA und darüber, dass eine KI einen Titel weiterentwickelt – bzw. dass der Titel sich selbst entwickelt. Es gibt einiges, was mich an der Idee extrem stört, aber wir haben ja mit einem Artikel geantwortet und unsere/meine Vision versucht darzustellen.
Hier sind zwei musikalische Beispiele, wo man – so man geneigt ist – genau hört, was ich meine.
Modem & Piano (Connection A & B) zeigen, was KI kann. Ich habe ein warmes, gedämpftes, eigentlich leises Piano in einen Raum gestellt und das Modem als Counterpart benutzt – das Tempo bewusst auf 120 BPM gedrosselt, um das Piano „leben“ zu lassen.
Was passiert? Beide spielen los (ich nenne das beim Modem jetzt auch spielen), erst leise, langsam werden beide lauter, hören sich, nehmen sich wahr, und jedes „Instrument“ versucht durch Lautstärke und mehr „Ton“ die Führung zu übernehmen, die dominante Spezies zu werden. Die Melodie schwillt an, und man hat das Gefühl zu hören: Hier kämpfen zwei Identitäten um die Vorherrschaft, werden zurückgedrängt, versuchen es wieder und nochmals, und am Schluss bewegen sich beide auf Augenhöhe aus dem Song.
Wir haben hier bewusst zwei Versionen stehen lassen, weil der „Kampf“ immer etwas anders ist.
Ich habe beim Hören wirklich eine DNA-Helix vor Augen, die zusammenwächst!
Für mich sind die beiden Stücke Modem & Piano mit das Aufregendste, was wir bisher bei M6LabRec. erschaffen haben. Eine echte, hörbare Symbiose aus Tönen!
So etwas sollte man mal versuchen in einem Studio zu erstellen!
Diese Antwort auf die Geräusche des Modems, die unser Klavier gibt.
Das dauert Tage, Wochen …
Aber damit nicht genug – natürlich hören wir nicht auf, wenn es interessant wird.
Was passiert, wenn wir den Drive des Modems weiter reduzieren und ein zweites warmes Instrument den Raum betreten lassen?
Daraus entstand Modem / Piano / Cello.
Das Tempo wurde nochmals drastisch auf 60 BPM beschränkt und das Cello nur punktuell als Vermittler genutzt, um gegen Ende fast gleichberechtigt zu sein. Was passiert?
Das Modem wird von Piano und Cello fast dominiert und ist nur noch schwer zu orten. Durch ein Grundrauschen und gerade dann, wenn das Tempo anzieht, ist es als distanziertes Geräusch aber immer noch präsent. Auch hier haben zwei Versionen Platz gefunden: Mal ist das Modem etwas prägnanter, mal etwas weniger.
Natürlich haben wir auch das Originalsample ergänzt – nur damit ihr nachvollziehen könnt: Das war der Auslöser.
Vielleicht fandet ihr unsere Exkursion in unseren Musikkosmos interessant, wir freuen uns auf Feedback!
Ted
M6LabRec
Momentan (noch) nur als Playlistlink - aber demnächst auf allen Streamingplattformen!
"Modem" by Synthøra
https://suno.com/s/XlwnbYwgRTaYQwNo




