"The Highland Chronicles" von The Alloccalypse - Albumvorstellung
Der Künstler über sich selbst: In "The Highland Chronicles" experimentiere ich ein wenig mit Highlandklängen, Folkrock und Countryrock. Und so ganz nebenbei lasse ich kein Klischee aus.
Hier könnt Ihr die Tracks hören:
https://kibeats.com/album/158/the-alloccalypse/the-highland-chronicles
Maximilian by M6LabRec. schreibt dazu:
Ich bin ja immer eher skeptisch, wenn es heißt: KI und Dudelsack.
Klar funktioniert es, aber meist wird dann eher die Smallpipe oder Borderpipe benutzt, um Effekte zu erzeugen wie bei Gitarren: kurz, kräftig, voranpreschend. Für manche Art von Musik ganz gut. Vielfach hört man die Pipes dann nicht mal richtig, weil sie im Instrumentendschungel, gerade bei KI-generierter Musik, gern mal verschwinden.
Ich persönlich liebe die Big Highland Pipes. Das ist auch genau das, was viele mit Schottland verbinden. Die Dudelsäcke von „Amazing Grace“ oder „Scotland the Brave“. Dieses Weite, dieses Flächige.
Man hört es, schließt die Augen und steht automatisch irgendwo in den Highlands.
So, genug der Sackkunde zum Album.
Ich bin extrem positiv überrascht.
Beim Künstlernamen hatte ich ohnehin schon eine relativ hohe Erwartungshaltung, weil ich da bereits viele sehr gute Sachen gehört habe. Aber Dudelsack ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Und dann gleich als ganzes Album!
Was soll ich sagen:
14 Sahnestücke. 14 Mal wirklich alles richtig gemacht.
Ich hatte erst die Befürchtung, da kommen drei Nummern mit Dudelsack und der Rest wird dann halt Folk.
Nope.
In „The Highland Chronicles“ von The Alloccalypse regiert der Whisky…
…äh, die Bagpipes.
Schon beim ersten Track donnert es so los, dass ich fast ChatGPT fragen musste, ob Godzilla tatsächlich von den Schotten bei Waterloo besiegt wurde.
Tatsächlich ein von der Geschichte leider vernachlässigtes Detail. Damals stand wohl eher ein kleiner Franzose im Mittelpunkt.
Aber zurück zur Musik.
Was der erste Track ankündigt, zieht sich durch das ganze Album:
extrem eingängige Songs und Melodien, der Dudelsack wirklich gekonnt eingesetzt und vor allem dominant.
Vom Touristentrip über die Drachengeschichte bis zum Soldatenlied ist alles dabei.
Mein persönlicher Höhepunkt nach dem Opener:
„From Waterloo to Eternity“.
Dafür wurden die Highland Pipes geschaffen. Zusammen mit den großen Trommeln ein fantastisches Setup.
Ich kann es nur wiederholen:
14 Songs für Dudelsack-Liebhaber und für alle, die es noch werden wollen.
Zwei winzige Mankos habe ich aber:
Manchmal, zum Beispiel bei „The Pipes and the Puff“ und „Down in Glencoe“, klingen die Pipes fast zu sauber.
Und ich hätte mir noch ein bisschen mehr Mut zur echten ruhigen Größe gewünscht. Es sind zwar einige Midtempo-Sachen drauf, und mit „Down in Glencoe“ gibt es auch den Versuch einer Ballade, aber das war für mich eben auch nur: ein Versuch.
Für mich das schwächste Stück des Albums.
Was aber eben auch nur zeigt, wie hoch der Rest spielt.
Denn selbst das schwächste Stück ist immer noch besser als das, was viele andere mit KI so zusammenwürfeln.
Deshalb lüfte ich kurz meinen Kilt
(huch… kalt da unten )
und sage ganz klar:
Top.
Vom Warchant über die Sagengeschichte bis hin zum obligatorischen Trinklied wird hier wirklich alles bedient.
Hört rein.
100 % Empfehlung von M6LabRec.
Unser Dudelsackmeister hier ist begeistert.
Maximilian by M6LabRec.
und Mabs (Master of Pipes at M6LapRec.)
Wenn das mal keine coole Rezension ist!
Also, Leute, wisst Ihr Bescheid – alle Fans von „Outlander“ (Diana Gabaldon) und Co. dürften mit diesem Album genau richtig liegen! Get it on KiBeats.com and enjoy! (ck)




