Universal Music warnt: Über 90.000 KI-Tracks täglich – Schutzmaßnahmen kommen nicht hinterher
Die Flut KI-generierter Musik nimmt rasant zu. Universal Music Group (UMG) beziffert die Zahl vollständig KI-generierter Tracks inzwischen auf mehr als 90.000 Uploads täglich. CEO Lucian Grainge fordert deshalb strengere Regeln, transparente Kennzeichnung und neue Vergütungsmodelle für Streamingdienste.
Auf der Präsentation der Quartalszahlen am 29. Oktober 2026 hat Universal Music Group erneut vor den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Musikbranche gewarnt. Laut CEO Lucian Grainge werden inzwischen täglich mehr als 90.000 vollständig KI-generierte Musikstücke auf Streamingplattformen hochgeladen. Anfang 2025 seien es noch rund 10.000 pro Tag gewesen.
Grainge brachte die Entwicklung mit einer deutlichen Aussage auf den Punkt: Das Volumen wachse schneller als die Schutzmechanismen der Branche.
Besonders kritisch sieht UMG die Auswirkungen auf Streaming-Charts und die Verteilung von Tantiemen. Nach Angaben des Konzerns sollen auf Blues-Charts einiger großer Streamingplattformen bis zu fünf der zehn erfolgreichsten Alben KI-generierten Acts zuzuordnen sein, ohne dass dies ausreichend gekennzeichnet werde.
UMG fordert neue Regeln für Streamingvergütungen
Ein zentraler Kritikpunkt ist das bisher verbreitete Pro-rata-Modell. Dabei werden die Einnahmen eines Streamingdienstes entsprechend dem Anteil der Streams auf die Rechteinhaber verteilt.
UMG argumentiert, dass vollständig KI-generierte Inhalte auf diese Weise die Vergütungsanteile menschlicher Künstler verwässern können. Das Unternehmen fordert deshalb, dass KI-generierte Musik nicht automatisch auf derselben Grundlage vergütet wird wie Musik, die von Künstlern und Songwritern geschaffen wurde und eine nachhaltige Fanbindung erzeugt.
UMGs Digitalchef Michael Nash nannte vier zentrale Schutzmaßnahmen, die der Konzern in seinen Verträgen mit Streamingplattformen verankern möchte:
Kein KI-Training mit Musik der UMG-Künstler ohne Zustimmung.
Entfernung unautorisierter KI-Aufnahmen, die auf UMG-Inhalten basieren.
Entfernung von KI-Inhalten, die Künstleridentitäten missbrauchen und deren Persönlichkeitsrechte verletzen.
Schutz der Künstler-Royalties vor einer Verwässerung durch vollständig KI-generierte Musik.
Entsprechende Vereinbarungen habe UMG bereits mit YouTube und Spotify getroffen. Die konkreten Vertragsbedingungen sind allerdings nicht öffentlich.
Keine Absage an KI – aber klare Spielregeln
Grainge betonte, dass Universal Music nicht grundsätzlich gegen künstliche Intelligenz sei. Entscheidend seien vielmehr Lizenzierung, Transparenz und eine faire wirtschaftliche Beteiligung der Kreativen.
Der Konzern verfolgt dabei durchaus eigene KI-Projekte und baut entsprechende Partnerschaften aus. Dazu gehört beispielsweise die Zusammenarbeit mit ElevenLabs, die lizenzierte KI-gestützte Remixes und neue Interpretationen von Songs teilnehmender Künstler ermöglichen soll.
Die Botschaft von UMG ist damit eindeutig: KI-Musik soll Teil der Zukunft der Branche sein – aber nicht auf Kosten der Künstler, ihrer Urheberrechte und ihrer Vergütung. (Music Ally)
Die Flut KI-generierter Musik nimmt rasant zu. Universal Music Group (UMG) beziffert die Zahl vollständig KI-generierter Tracks inzwischen auf mehr als 90.000 Uploads täglich. CEO Lucian Grainge fordert deshalb strengere Regeln, transparente Kennzeichnung und neue Vergütungsmodelle für Streamingdienste.
Auf der Präsentation der Quartalszahlen am 29. Oktober 2026 hat Universal Music Group erneut vor den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Musikbranche gewarnt. Laut CEO Lucian Grainge werden inzwischen täglich mehr als 90.000 vollständig KI-generierte Musikstücke auf Streamingplattformen hochgeladen. Anfang 2025 seien es noch rund 10.000 pro Tag gewesen.
Grainge brachte die Entwicklung mit einer deutlichen Aussage auf den Punkt: Das Volumen wachse schneller als die Schutzmechanismen der Branche.
Besonders kritisch sieht UMG die Auswirkungen auf Streaming-Charts und die Verteilung von Tantiemen. Nach Angaben des Konzerns sollen auf Blues-Charts einiger großer Streamingplattformen bis zu fünf der zehn erfolgreichsten Alben KI-generierten Acts zuzuordnen sein, ohne dass dies ausreichend gekennzeichnet werde.
UMG fordert neue Regeln für Streamingvergütungen
Ein zentraler Kritikpunkt ist das bisher verbreitete Pro-rata-Modell. Dabei werden die Einnahmen eines Streamingdienstes entsprechend dem Anteil der Streams auf die Rechteinhaber verteilt.
UMG argumentiert, dass vollständig KI-generierte Inhalte auf diese Weise die Vergütungsanteile menschlicher Künstler verwässern können. Das Unternehmen fordert deshalb, dass KI-generierte Musik nicht automatisch auf derselben Grundlage vergütet wird wie Musik, die von Künstlern und Songwritern geschaffen wurde und eine nachhaltige Fanbindung erzeugt.
UMGs Digitalchef Michael Nash nannte vier zentrale Schutzmaßnahmen, die der Konzern in seinen Verträgen mit Streamingplattformen verankern möchte:
Kein KI-Training mit Musik der UMG-Künstler ohne Zustimmung.
Entfernung unautorisierter KI-Aufnahmen, die auf UMG-Inhalten basieren.
Entfernung von KI-Inhalten, die Künstleridentitäten missbrauchen und deren Persönlichkeitsrechte verletzen.
Schutz der Künstler-Royalties vor einer Verwässerung durch vollständig KI-generierte Musik.
Entsprechende Vereinbarungen habe UMG bereits mit YouTube und Spotify getroffen. Die konkreten Vertragsbedingungen sind allerdings nicht öffentlich.
Keine Absage an KI – aber klare Spielregeln
Grainge betonte, dass Universal Music nicht grundsätzlich gegen künstliche Intelligenz sei. Entscheidend seien vielmehr Lizenzierung, Transparenz und eine faire wirtschaftliche Beteiligung der Kreativen.
Der Konzern verfolgt dabei durchaus eigene KI-Projekte und baut entsprechende Partnerschaften aus. Dazu gehört beispielsweise die Zusammenarbeit mit ElevenLabs, die lizenzierte KI-gestützte Remixes und neue Interpretationen von Songs teilnehmender Künstler ermöglichen soll.
Die Botschaft von UMG ist damit eindeutig: KI-Musik soll Teil der Zukunft der Branche sein – aber nicht auf Kosten der Künstler, ihrer Urheberrechte und ihrer Vergütung. (Music Ally)
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