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NO FAKES Act vor ungewisser Zukunft: Politische Unterstützer könnten nach den US-Midterms ausscheiden

Der US-Gesetzesentwurf NO FAKES Act, der Künstler und andere Personen vor unerlaubten KI-Kopien ihrer Stimme und ihres Erscheinungsbildes schützen soll, steht erneut unter politischem Zeitdruck. Mit den Zwischenwahlen am 3. November 2026 könnten wichtige Unterstützer des Vorhabens ihre politischen Ämter verlieren oder künftig andere Aufgaben übernehmen.

Der parteiübergreifende Gesetzentwurf wurde von Senator Chris Coons (Demokraten) und Senatorin Marsha Blackburn (Republikaner) vorangetrieben. Im September scheiterte ein Versuch, das Gesetz im Senat per einstimmigem Beschluss zu verabschieden: Senator Ted Cruz legte Einspruch ein und verlangte Nachbesserungen bei den Ausnahmen für Satire und politische Meinungsfreiheit.

Das Gesetz soll Menschen ein bundesweit einheitliches Recht geben, über die Verwendung ihrer Stimme und ihres visuellen Erscheinungsbildes durch KI-generierte digitale Doppelgänger zu entscheiden. Für Musiker wäre das ein wichtiger Schutz gegen unerlaubte Stimmklone und gefälschte Songs.

Ob das Gesetz noch in der sogenannten Lame-Duck-Phase zwischen den Midterms und dem Ende der aktuellen Legislaturperiode verabschiedet werden kann, ist offen. Andernfalls müsste es 2027 im neu zusammengesetzten Kongress erneut eingebracht werden.

Für Musiker bleibt die Rechtslage damit vorerst unsicher: Während KI-Stimmklone immer einfacher herzustellen sind, fehlt in den USA weiterhin ein umfassender bundesweiter gesetzlicher Schutz.
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