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RIAA gegen Suno: Streit um KI-Musik erreicht Apple und DistroKid
Der Urheberrechtskonflikt zwischen den großen Musiklabels und dem KI-Musikdienst Suno bekommt eine neue Dimension. Nachdem Warner Music seinen Rechtsstreit mit Suno bereits 2025 durch eine Einigung und eine Lizenzpartnerschaft beendet hat, setzen Sony Music und Universal Music ihre juristische Auseinandersetzung fort. Inzwischen geraten auch Apple und der Musikvertrieb DistroKid zunehmend in den Fokus.
Besonders spannend ist der Streit um Apple. Suno möchte den Technologiekonzern zu Aussagen über seine Lizenzverhandlungen mit Universal Music und Sony Music verpflichten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welchen wirtschaftlichen Wert die Musikkataloge der beiden Major-Labels für Apple Music haben und wie sich der Streamingdienst ohne diese Kataloge entwickeln könnte.
Apple wehrt sich gegen die Forderung. Das Unternehmen argumentiert, dass Suno damit Zugang zu vertraulichen Geschäfts- und Verhandlungspositionen erhalten könnte. Am 4. November wurde das Verfahren um die Apple-Vorladung mit Zustimmung Apples von Kalifornien an das zuständige Bundesgericht in Massachusetts übertragen. Eine Entscheidung über die Herausgabe der Informationen steht noch aus.
Auch DistroKid ist in die Auseinandersetzung verwickelt. Sony und Universal verlangen vom Musikvertrieb Daten darüber, wie viele KI-generierte Aufnahmen über die Plattform verbreitet werden und wie viele davon möglicherweise mit Suno in Verbindung stehen. Zusätzlich interessieren sich die Labels für Streamingzahlen und ausgeschüttete Tantiemen dieser Produktionen.
Am 2. November wurde bekannt, dass sich die beteiligten Parteien auf eine weitere Frist bis zum 6. November verständigt haben, um eine mögliche Lösung für die Datenherausgabe zu finden. Ob DistroKid die gewünschten Informationen tatsächlich bereitstellen wird, ist bislang offen.
Parallel dazu hat Universal Music eine eigene Klage gegen DistroKid eingereicht. Der Vorwurf: Über den Vertrieb seien zahlreiche mutmaßlich urheberrechtsverletzende KI-Aufnahmen auf Streamingplattformen gelangt. DistroKid bestreitet die Vorwürfe und bestätigte, eine kleine Anzahl betroffener Veröffentlichungen entfernt zu haben. Eine Stellungnahme zur Klage wird bis zum 4. Dezember 2026 erwartet.
Im ursprünglichen Suno-Verfahren bleibt außerdem das sogenannte Stream-Ripping ein zentraler Streitpunkt. Suno hat eingeräumt, YouTube-Audio mithilfe des Tools YT-DLP als Trainingsmaterial bezogen zu haben. Das Unternehmen bestreitet jedoch die daraus abgeleiteten Rechtsverletzungen und beruft sich weiterhin auf Fair Use.
Die Beweisaufnahme zu diesem zusätzlichen Vorwurf soll am 20. November abgeschlossen werden.
Fazit: Der Fall Suno entwickelt sich zunehmend zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Zukunft der Musikindustrie. Es geht längst nicht mehr nur darum, ob KI-Unternehmen urheberrechtlich geschützte Musik zum Training verwenden dürfen. Auch die Verbreitung KI-generierter Musik, deren wirtschaftliche Auswirkungen und die Kontrolle über Musikdaten werden zu zentralen Streitpunkten.
Für Labels, Streamingdienste, Vertriebe und unabhängige Künstler könnte der Ausgang dieser Verfahren weitreichende Konsequenzen haben.
Quellen und weitere Informationen:
Music Business Worldwide – UMG, Sony und DistroKid suchen eine Lösung
Digital Music News – Apple wehrt sich gegen Sunos Vorladung30 Views -
Rückkehr zu Warner: Der Major-Konzern übernimmt den unabhängigen Musikvertrieb Zebralution Music.
Warner Music Group (WMG) hat die Übernahme von Zebralution Music bekannt gegeben. Der auf Independent-Labels spezialisierte Musikvertrieb war erst in diesem Jahr als eigenständiges Unternehmen aus der Zebralution-Gruppe hervorgegangen.
Mit der Übernahme kehrt Zebralution zu einem früheren Eigentümer zurück: Warner hatte das Berliner Unternehmen bereits 2007 mehrheitlich übernommen und 2017 wieder verkauft.
Die bisherigen Co-CEOs Konrad von Löhneysen und Sascha Lazimbat bleiben an Bord und führen das operative Geschäft weiter. Für die angeschlossenen Labels soll sich im Tagesgeschäft zunächst nichts ändern. Gleichzeitig erhalten sie Zugang zu Warners Technologie, Distributionslösungen sowie Analyse- und Finanztools.
Mit dem Deal stärkt Warner Music seine Position im Independent-Vertrieb und baut sein Angebot an technischen Dienstleistungen für Labels weiter aus.
Quelle: Music Business Worldwide50 Views -
UMG, Sony und DistroKid suchen Einigung im Streit um KI-Musikdaten
Neue Bewegung im Rechtsstreit rund um KI-Musikgenerator Suno: Universal Music Group (UMG), Sony Music und der Musikvertrieb DistroKid arbeiten offenbar an einer außergerichtlichen Lösung ihres Konflikts um die Offenlegung von KI-Musikdaten.
Wie aus einer gemeinsamen Eingabe beim US-Bundesgericht in Manhattan hervorgeht, haben sich die Parteien darauf verständigt, DistroKids Frist zur Stellungnahme bis zum 6. November zu verlängern.
UMG und Sony wollen von DistroKid erfahren, wie viele der über den Vertrieb an Streamingdienste ausgelieferten Tracks als KI-generiert eingestuft werden – und welcher Anteil davon möglicherweise mit dem KI-Musikdienst Suno entstanden ist. Auch Streamingzahlen und erzielte Einnahmen stehen im Fokus.
Die beiden Major Labels benötigen diese Informationen für ihren laufenden Urheberrechtsprozess gegen Suno. Sie wollen damit unter anderem belegen, welche Auswirkungen KI-generierte Musik auf den Markt und die Einnahmen traditioneller Musikschaffender hat.
Noch ist offen, wie eine mögliche Einigung aussehen könnte und ob DistroKid die angeforderten Daten tatsächlich herausgeben wird.
Quelle: Music Business Worldwide127 Views -
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Universal und Sony wollen Suno-Investorin zu gelöschtem Post befragen
Ein gelöschter Social-Media-Post könnte im Urheberrechtsstreit zwischen Universal Music, Sony Music und dem KI-Musikdienst Suno an Bedeutung gewinnen. Ein US-Bundesgericht hat den beiden Major-Labels erlaubt, C. C. Gong, eine ehemalige Mitarbeiterin des Suno-Investors Menlo Ventures, zu vernehmen.
Gong hatte öffentlich erklärt, den Großteil ihres Musikhörens von Spotify zu Suno verlagert zu haben, weil sie von den wiederkehrenden Empfehlungen des Streamingdienstes genug hatte. Universal und Sony sehen in der Aussage einen möglichen Hinweis darauf, dass KI-generierte Musik herkömmliche Musikaufnahmen im Markt ersetzen könnte – ein wichtiger Aspekt der juristischen Auseinandersetzung um die Nutzung urheberrechtlich geschützter Aufnahmen für das KI-Training.
Das Gericht erlaubt eine Befragung innerhalb von 30 Tagen. Ob der Post die rechtliche Bewertung von Sunos Fair-Use-Argumentation beeinflusst, bleibt offen.
Quelle: Music Business Worldwide · 26. Oktober 20261
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DistroKid zwischen CVC-Übernahme und KI-Rechtsstreit
Bei DistroKid verdichten sich die strategischen und rechtlichen Entwicklungen: CVC Capital Partners hatte im Juli die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung angekündigt. Der ursprünglich für Q3 2026 vorgesehene Abschluss ist öffentlich bislang nicht eindeutig bestätigt.
Parallel wächst der Druck durch die Major-Labels: Universal Music und Sony Music wollen DistroKid gerichtlich zur Offenlegung von Daten über die Verbreitung KI-generierter Musik zwingen. Die Informationen sollen im laufenden Urheberrechtsverfahren gegen Suno verwendet werden.
Zudem hat DistroKid bereits Tracks nach Ansprüchen von UMG entfernen lassen, weist die zugrunde liegenden Vorwürfe jedoch zurück.Einordnung: DistroKid steht an einer strategisch wichtigen Schnittstelle zwischen unabhängiger Musikdistribution, KI-Musik und Streaming-Integrität. Für den künftigen Mehrheitseigner CVC dürfte entscheidend sein, wie das Unternehmen sein enormes Upload-Volumen kontrolliert, ohne das Geschäftsmodell für unabhängige Künstler zu beschädigen.
Quellen: Music Business Worldwide – KI-Daten und Suno-Verfahren · CVC – Übernahmeankündigung218 Views -
US Supreme Court: Cyril Vetter fordert Ablehnung der Klage von Majors und BMG
Der US-amerikanische Songwriter und Musikverleger Cyril Vetter hat sich an den US Supreme Court gewandt und fordert die Ablehnung einer Klage der Major-Labels und BMG gegen ein Urteil, das Songwritern das Recht einräumt, ihre Urheberrechte weltweit zurückzufordern. Vetter argumentiert, dass das bestehende Urteil Songwritern mehr Kontrolle über ihre Werke geben soll. Die Entscheidung des Supreme Courts könnte weitreichende Folgen für die Musikindustrie haben, insbesondere für die Rechteverteilung zwischen Künstlern und Labels.#Quelle: musicbusinessworldwide.com320 Views -
Interessanter Deal im europäischen Musikmarkt: Universal Music Poland übernimmt den Katalog und die Marke von Kayax Records, darunter Aufnahmen von Künstlern wie Brodka, Nosowska und Zakopower.
Der Katalog umfasst rund 130 Alben. Gleichzeitig bleibt Kayax Management unabhängig und konzentriert sich künftig auf das Artist Management. Der Deal unterstreicht die zunehmende Bedeutung lokaler Repertoires und Märkte für die internationalen Major Labels.436 Views -
Suno will KI-Musik künftig auf Copyright-Verstöße prüfen
Der KI-Musikdienst Suno beginnt damit, seine generierten Songs automatisch auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen. Dafür nutzt das Unternehmen Sentinel, ein neues Erkennungssystem von Musixmatch.Besonders interessant: Geprüft werden nicht nur Prompts und Eingaben, sondern auch die fertig generierten Songs. Sentinel greift dabei auf eine Datenbank mit Werken von mehr als 200.000 Musikverlagen zurück, darunter auch die großen drei Major-Labels.
Damit geht Suno einen wichtigen Schritt in Richtung Copyright-Schutz bei generativer Musik – und könnte zeigen, wie KI-Musikplattformen künftig mit dem Problem umgehen, wenn generierte Songs bestehenden Werken zu ähnlich sind. (The Verge)665 Views -
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