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  • MLC wehrt sich gegen Udio: Herausgabe von Streaming-Daten angeblich zu aufwendig

    Der US-amerikanische Mechanical Licensing Collective (MLC) hat offiziell Widerspruch gegen die Forderung des KI-Musikdienstes Udio eingelegt, umfangreiche Streaming-Daten offenzulegen. Die Organisation hält die verlangte Datenaufbereitung für unverhältnismäßig aufwendig und verweist auf erhebliche personelle Kosten.

    Nach Angaben des MLC würde die Zusammenstellung der angeforderten Informationen rund zwei bis drei Wochen Arbeitszeit von IT-Mitarbeitern beanspruchen. Deren Stundensätze liegen laut der Organisation zwischen 150 und 315 US-Dollar. Außerdem müssten die betreffenden Mitarbeiter während dieser Zeit von ihren regulären Aufgaben abgezogen werden.

    Udio möchte monatliche Streaming-Daten verschiedener Plattformen seit 2021 erhalten. Dazu gehören Informationen über die Marktanteile der großen Plattenfirmen. Die Daten sollen helfen, die Argumentation der Musiklabels zu überprüfen, wonach KI-generierte Musik das Streaming-Geschäft traditioneller Musikproduktionen beeinträchtigt.

    Der Konflikt ist Teil der größeren Urheberrechtsauseinandersetzungen zwischen KI-Musikplattformen und der Musikindustrie. Udio und Suno argumentieren, dass die Streaming-Zahlen entscheidend seien, um mögliche wirtschaftliche Schäden durch KI-generierte Musik zu bewerten. Der MLC hält dagegen, dass die Daten ursprünglich von den Streamingdiensten stammen und dort bereits verfügbar seien.

    Bemerkenswert ist, dass der MLC zuvor selbst eine externe Kostenschätzung von rund 5.000 US-Dollar zuzüglich Hosting-Kosten genannt hatte. Nun stehen vor allem der interne Personalaufwand und die Verfügbarkeit der Daten im Mittelpunkt des Streits.

    Einordnung: Der Streit zeigt, dass sich der KI-Musikkonflikt zunehmend von der grundsätzlichen Frage des Urheberrechts auf konkrete Marktdaten, Streaming-Anteile und wirtschaftliche Auswirkungen verlagert. Diese Informationen könnten für den Ausgang der laufenden Gerichtsverfahren richtungsweisend sein.

    Quellen:

    Digital Music News – MLC widerspricht Udio
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  • Studie: 981 KI-Songs verbreiten prorussische Kriegspropaganda auf Streamingplattformen
    Eine ukrainische Forschungsorganisation warnt vor KI-generierten Songs, die den russischen Angriffskrieg verherrlichen. Die Titel erreichen Millionen Abrufe auf internationalen Musikplattformen.Die ukrainische Non-Profit-Organisation Terrecon hat in einer Untersuchung 981 KI-generierte Songs mit prorussischen Kriegsnarrativen identifiziert. Dafür wurden insgesamt 3.725 Tracks auf YouTube, YouTube Music, SoundCloud und Suno untersucht. Das berichtet das Fachportal AI Musicpreneur unter Berufung auf die Untersuchung und weitere Medienberichte.
    Die Songs reichen von Rock und Metal bis hin zu Kinderliedern. Sie verherrlichen russische Soldaten, verbreiten Kriegsnarrative und stellen Ukrainer teilweise in entmenschlichender Weise dar. Bei 681 Titeln fanden die Forschenden insgesamt 728 propagandistische Schlüsselwörter und Formulierungen. Ein Song mit dem Titel „Power of Artillery“ erreichte auf YouTube mehr als zwei Millionen Aufrufe.
    Nach Angaben von Terrecon kamen KI-Musikgeneratoren wie Suno und Udio zum Einsatz. Die Technologie ermöglicht es, große Mengen an Musik mit vergleichsweise geringem Aufwand zu produzieren. Die Untersuchung zeigt zudem, dass KI-Stimmen und Imitationen bekannter Künstlerstimmen Teil dieser Entwicklung sind.Unklar bleibt, wie direkt der russische Staat hinter den konkret untersuchten Songs steht.
    Die Forschenden konnten diese Frage nicht abschließend klären. Sie verweisen jedoch auf staatlich unterstützte Kulturprojekte, die KI-generierte Inhalte zum Krieg fördern.
    Der Fall wirft grundlegende Fragen zur Verantwortung von Musikplattformen und KI-Anbietern auf. Während einige Dienste KI-generierte Musik kennzeichnen, ist die Erkennung propagandistischer Inhalte eine zusätzliche Herausforderung. Eine Kennzeichnung als KI-Musik sagt schließlich noch nichts darüber aus, ob ein Song Hass, Gewalt oder Desinformation verbreitet.
    Die Untersuchung macht deutlich: KI-Musik ist nicht nur ein neues Werkzeug für kreative Künstler. Sie kann auch zur schnellen Produktion und Verbreitung politischer Propaganda eingesetzt werden.
    Quelle: Institute of Mass Information – Bericht zur Untersuchung
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  • Tencent setzt auf DeepSeek – und damit auf AI im Musikstreaming
    DeepSeek bekommt Milliarden – und Tencent ist ganz vorne mit dabei. Der chinesische AI-Konzern soll in seiner neuen Finanzierungsrunde mindestens 12 Mrd. US-Dollar einsammeln. Zu den größten Investoren gehört laut Berichten Tencent. Für die Musikbranche ist das besonders interessant: Tencent kontrolliert mit Tencent Music Entertainment einen der größten Streaming-Anbieter Chinas. TME hat DeepSeek bereits tief in seine Musikplattformen integriert – unter anderem in AI-Songwriting, Empfehlungen, Kommentare und den digitalen Assistenten.
    Damit geht es längst nicht mehr nur darum, AI als zusätzliches Feature in eine Streaming-App einzubauen. Tencent investiert gleichzeitig in die AI-Technologie dahinter und integriert sie direkt in die eigene Musikplattform.
    Für Künstler:innen bedeutet das neue Tools zur Musikproduktion und personalisierte Anwendungen. Für Streamingdienste könnte AI wiederum zum entscheidenden Hebel werden, um Discovery, Personalisierung und User Engagement neu zu definieren.
    Spannend bleibt allerdings die Rechtefrage: DeepSeek wurde bereits vorgeworfen, urheberrechtlich geschützte Songtexte ohne entsprechende Lizenzen reproduziert zu haben. Gleichzeitig baut Tencent Music seine eigenen AI-Musiktools weiter aus.
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  • https://kibeat.com/spotify-und-distrokid-die-musikplattformen-werden-interaktiver
    KIBEAT.COM
    Spotify und DistroKid: Die Musikplattformen werden interaktiver
    Spotify öffnet die Tür zur generativen Musik – DistroKid erweitert gleichzeitig die Wege, über die unabhängige Künstler ihr Publikum erreichen. Für Musiker könnte sich gerade einiges verändern.
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  • Soundplate übernimmt KI-Audio-Spezialisten Stemmer
    KI-Technologie für Musikproduktion wird zunehmend zur eigenen Infrastruktur: Das britische Musikunternehmen Soundplate hat das Audio-Technologieunternehmen Stemmer übernommen. Stemmer entwickelt KI-basierte Mastering-Technologie, die
    bislang von mehr als 20 Musikplattformen und Websites eingesetzt wurde.
    Mit der Übernahme holt Soundplate die Technologie vollständig ins eigene Unternehmen. Das Entwicklerteam hat die Kernalgorithmen von Stemmer übernommen und daraus eine neue, proprietäre serverlose Mastering-API entwickelt. Sie soll kürzere Verarbeitungszeiten ermöglichen und Soundplate mehr Kontrolle über die Weiterentwicklung der Audio-Tools geben.
    Zum erweiterten Angebot gehören neben dem überarbeiteten Online-Mastering auch ein eigenes Mastering-System für Vinyl-Releases sowie der neu gestartete AI Stem Splitter. Die bisherigen B2B- und White-Label-Kunden von Stemmer sollen weiterhin unterstützt werden.
    Für die Musikbranche ist der Deal ein interessantes Signal: KI wandert zunehmend von einzelnen Anwendungen in die technische Infrastruktur der Musikproduktion. Unternehmen wie Soundplate positionieren sich damit nicht mehr nur als Anbieter einzelner Tools, sondern als Plattformen für einen immer größeren Teil des Workflows unabhängiger Künstler.
    Quelle: Music Ally, 1. September 2026.
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  • Alternative Musikplattformen suchen neue Wege
    Das Streaming-Modell steht seit Jahren in der Kritik – vor allem bei Vergütung, Musikentdeckung und der Rolle von Algorithmen. Doch statt nur die großen Plattformen zu kritisieren, entstehen zunehmend alternative Ansätze.Der aktuelle Beitrag von Music Ally zeigt verschiedene Plattformen und Projekte, die genau hier ansetzen: Sie experimentieren mit neuen Formen der Curation, faireren Vergütungsmodellen und mehr Zusammenarbeit innerhalb der Musikbranche.
    Dabei geht es nicht darum, das Streaming neu zu erfinden. Vielmehr suchen diese Plattformen nach Wegen, wie Musikentdeckung wieder stärker von Menschen, Communities und unterschiedlichen Interessen geprägt werden kann – und wie Artists nachhaltiger an der Wertschöpfung beteiligt werden.Spannend ist deshalb weniger die Frage, ob Spotify & Co. verschwinden werden. Sondern:Welche Alternativen können tatsächlich ein besseres Modell für Artists, Fans und die Musiklandschaft schaffen?
    Zum Artikel:
    https://musically.com/2026/08/31/how-alternative-music-platforms-are-seeking-solutions-to-streaming-curation-compensation-cooperation-guest-column/
    MUSICALLY.COM
    How alternative music platforms are seeking solutions to streaming: curation, compensation, cooperation (guest column)
    How are alternative music platforms differentiating themselves from mainstream services, and how can they hope to hold their own? What do they tell us about what the future of music could and should look like? I’ll approach these questions through three lenses: curation, compensation, and cooperation.
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  • Kurzinfo: Curve-Deal ist auch für KI-Musik relevant
    Jamen Capital und Merlin haben Curve Royalty Systems von Virgin Music Group übernommen. Curve ist eine wichtige Infrastruktur für Royalty-Abrechnung und Rechteverwaltung im Musikgeschäft.Für KI-Musik ist das interessant, weil mit AI-generierten Tracks die Komplexität bei Rechten, Beteiligungen, Metadaten und Royalty-Flows weiter zunimmt. Je mehr AI-Musik professionell veröffentlicht und lizenziert wird, desto wichtiger werden Systeme, die diese Einnahmen sauber erfassen und verteilen können.Noch spannender: Merlin ist bereits in den Lizenzverhandlungen mit AI-Musikplattformen wie Udio aktiv. Der Deal zeigt damit auch, dass sich rund um AI Music zunehmend eine professionelle Rights- und Royalty-Infrastruktur entwickelt.
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  • https://kibeat.com/die-alten-gatekeeper-sind-zuruck
    KIBEAT.COM
    Die alten Gatekeeper sind zurück?
    Suno und Udio bewegen sich zunehmend in Richtung lizenzierter und kontrollierter Musikplattformen. Für die großen Rechteinhaber ist das eine Chance auf neue Einnahmen. Für kleine Creator könnte es dagegen zum Problem werden.
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  • Suno will KI-Musik künftig auf Copyright-Verstöße prüfen
    Der KI-Musikdienst Suno beginnt damit, seine generierten Songs automatisch auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen. Dafür nutzt das Unternehmen Sentinel, ein neues Erkennungssystem von Musixmatch.Besonders interessant: Geprüft werden nicht nur Prompts und Eingaben, sondern auch die fertig generierten Songs. Sentinel greift dabei auf eine Datenbank mit Werken von mehr als 200.000 Musikverlagen zurück, darunter auch die großen drei Major-Labels.
    Damit geht Suno einen wichtigen Schritt in Richtung Copyright-Schutz bei generativer Musik – und könnte zeigen, wie KI-Musikplattformen künftig mit dem Problem umgehen, wenn generierte Songs bestehenden Werken zu ähnlich sind. (The Verge)
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  • Spotify und Depop verbinden Musik und Fashion
    Spotify und Depop starten eine gemeinsame Kampagne, die Musik, persönlichen Style und Secondhand-Fashion miteinander verbindet. Sechs Künstler:innen kuratieren dafür eigene Depop-Shops mit Teilen aus ihren persönlichen Kleiderschränken. Parallel stellt Spotify passende Playlists und redaktionelle Inhalte bereit.Mit dabei sind unter anderem Eve, Amira Elfeky, Estevie, Frost Children, House of Protection und Lily Meola.
    Die Artist-Shops gehen am 12. August online; am 13. und 14. August folgt in Los Angeles eine zweitägige Live-Aktion mit Performances und Fashion-Experiences.
    Spannend ist vor allem die Idee dahinter: Fans entdecken nicht mehr nur die Musik eines Acts, sondern auch dessen persönlichen Stil – und können beides direkt miteinander verbinden. Damit wird aus klassischem Artist-Marketing ein kulturelles Erlebnis rund um Music, Identity & Fashion.Für Künstler:innen zeigt die Kooperation einmal mehr, wie Musikplattformen und Lifestyle-Angebote zusammenwachsen – und wie persönliche Ästhetik zu einem Teil der musikalischen Markenbildung werden kann.
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  • Wenn die Lizenz abläuft, muss die Musik verschwinden
    Der Fall Global Music Rights vs. Music Choice zeigt ein ziemlich analoges Problem für die digitale Musikindustrie: Was passiert technisch, wenn eine Lizenz endet – aber der Content weiterläuft?Music Choice hatte eine Lizenz für das Repertoire von Global Music Rights (GMR). Sie lief Ende 2025 aus. GMR behauptete anschließend, Music Choice habe trotzdem mindestens 95 geschützte Kompositionen weiter öffentlich gespielt. Im Juni folgte die Klage wegen mutmaßlich vorsätzlicher Copyright-Verletzung.Jetzt ist der Rechtsstreit beendet: Beide Seiten haben sich geeinigt, das Verfahren wurde am 7. August mit einer endgültigen Abweisung beendet. Über die finanziellen Bedingungen oder eine mögliche neue Lizenzvereinbarung ist nichts bekannt.Interessant ist der Fall vor allem aus technischer Sicht.
    Denn eine Musikplattform braucht im Hintergrund eine Art Rights Engine: Welche Aufnahme oder Komposition darf auf welchem Kanal, in welchem Land, für welchen Zeitraum und unter welchen Bedingungen ausgespielt werden?
    Vereinfacht:Track → Rechteinhaber → Lizenz → Territorium → Zeitraum → Nutzung → PlaybackLäuft die Lizenz aus, müsste sich dieser Status eigentlich automatisch im Ausspielsystem ändern. Der betreffende Katalog müsste aus Playlists, Sendern, Streams oder On-Demand-Angeboten entfernt bzw. blockiert werden.Genau hier liegt eine der großen Herausforderungen der Musikindustrie: Rechte sind dynamische Daten. Sie ändern sich, laufen aus, werden neu verhandelt, übertragen oder territorial eingeschränkt. Gleichzeitig erwarten Nutzer, dass Musikplattformen in Echtzeit funktionieren.
    Der GMR/Music-Choice-Fall ist deshalb weniger spannend wegen der 95 Songs als wegen der Frage dahinter: Wie baut man Musikplattformen so, dass ein abgelaufenes Recht tatsächlich überall und automatisch aufhört zu gelten?
    Mit KI-generierter Musik, immer mehr Katalogen und immer komplexeren Lizenzmodellen dürfte diese Frage eher größer als kleiner werden.
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  • Sony Music und Universal gehen in Kanada gegen Streaming-App Musi vor
    Sony Music Entertainment und die Universal Music Group haben gemeinsam mit dem Branchenverband IFPI in Kanada rechtliche Schritte gegen die Streaming-App Musi eingeleitet. Die Musikindustrie wirft dem Dienst vor, urheberrechtlich geschützte Musik ohne Lizenz öffentlich zugänglich zu machen und dabei die technischen Schutzmaßnahmen von YouTube gezielt zu umgehen.Nach Angaben der IFPI finanziert sich Musi über Werbung und kostenpflichtige Abonnements, obwohl der Dienst keine Lizenzvereinbarungen mit Rechteinhabern besitzt. Die Organisation bezeichnet Musi als „parasitären“ Streaming-Dienst, der das Erscheinungsbild legaler Musikplattformen imitiere, Künstlern und Labels jedoch Einnahmen entziehe.
    Musi war bereits im September 2024 aus dem Apple App Store entfernt worden, nachdem Rechteinhaber und YouTube Beschwerden wegen Urheberrechtsverletzungen eingereicht hatten. Nutzer, die die App bereits installiert hatten, können sie jedoch weiterhin verwenden. Mit der Klage wollen Sony Music, Universal und die IFPI ein deutliches Signal gegen Dienste setzen, die lizenzierte Streaming-Angebote unterlaufen.
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