OnPlug

Search

Discover new people, create new connections and make new friends

  • Musikindustrie droht, den nächsten Lizenzierungswandel zu verpassen
    Während KI-Tools die Entwicklung interaktiver Spiele zunehmend vereinfachen, warnt Sammy Andrews, Gründerin von Deviate Digital, vor einer neuen Lizenzierungslücke: Wenn Millionen Nutzer eigene, KI-generierte Spielwelten erschaffen, funktionieren klassische Lizenzverträge zwischen Rechteinhabern und großen Spieleentwicklern nicht mehr.
    Die Musikindustrie müsse deshalb Lizenzierungen direkt auf Ebene der Game-Engines ermöglichen – automatisiert, maschinenlesbar und nutzungsbasiert. Dafür braucht es eine zuverlässige Zuordnung von Songs, Aufnahmen und beteiligten Urhebern sowie eine Infrastruktur, die tatsächliche Musiknutzung erfasst und Vergütungen automatisch zuordnet.
    Die zentrale Botschaft: Die Branche darf nicht erneut Plattformen wie Streamingdienste oder Social Media die Kontrolle über Nutzung, Reichweite und Monetarisierung überlassen. Wer seine Kataloge technisch für KI-generierte Spielwelten vorbereitet und skalierbare Lizenzmodelle entwickelt, kann neue Erlösquellen erschließen. Wer zu spät handelt, riskiert, dass KI-generierte Musik die Nachfrage bereits bedient, bevor lizenzierte Musik überhaupt integriert ist.
    Quelle: Music Business Worldwide
    111 Views
  • EU Kids Act: Brüssel nimmt Social Media, Games und KI ins Visier
    Die EU plant mit dem EU Kids Act weitreichende neue Regeln für die Nutzung digitaler Dienste durch Kinder und Jugendliche. Nach dem aktuellen Entwurf sollen unter 15-Jährige künftig keinen eigenen Zugang zu Social Media, Video-Plattformen, KI-Chatbots und bestimmten Online-Games haben. Für 13- und 14-Jährige sind eingeschränkte, elternkontrollierte Zugänge vorgesehen.Gleichzeitig sollen Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden: Vorgesehen sind Altersverifikation, wirksame Jugendschutz- und Elternkontrollen sowie Vorgaben gegen suchtfördernde Designs und schädliche Feeds. Auch Spieleplattformen sollen das Alter ihrer Nutzer prüfen.
    Die EU-Kommission will den Vorschlag in dieser Woche offiziell vorstellen. Bis daraus geltendes
    Recht wird, stehen allerdings noch Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament an.
    142 Views
  • X und Musikverlage beenden jahrelangen Copyright-Streit
    Der Rechtsstreit zwischen Elon Musks Plattform X (ehemals Twitter) und einer Gruppe führender Musikverlage ist beendet. Beide Seiten haben bei US-Gerichten gemeinsame Anträge eingereicht, ihre Klagen mit endgültiger Wirkung zurückzuziehen. Damit können die jeweiligen Ansprüche nicht erneut geltend gemacht werden.
    Ausgangspunkt des Konflikts war eine Klage aus dem Jahr 2023. Insgesamt 17 Musikverlage warfen X vor, urheberrechtlich geschützte Musik ohne entsprechende Lizenzen auf der Plattform zu dulden und forderten Schadenersatz in Höhe von mehr als 250 Millionen US-Dollar. X reagierte Anfang 2026 mit einer Gegenklage und warf den Verlagen wettbewerbswidriges Verhalten bei Lizenzverhandlungen vor.
    Welche Vereinbarung zur Beilegung des Streits geführt hat, bleibt offen. Die eingereichten Gerichtsunterlagen enthalten keine Angaben dazu, ob X künftig Musiklizenzen mit den beteiligten Verlagen abschließen wird oder ob finanzielle Vereinbarungen getroffen wurden.Einordnung: Für die Musikbranche endet damit eines der prominentesten Copyright-Verfahren gegen eine Social-Media-Plattform.
    Offen bleibt jedoch die grundsätzliche Frage, wie X künftig mit urheberrechtlich geschützter Musik umgehen wird – insbesondere im Vergleich zu Plattformen wie YouTube, TikTok oder Meta, die umfassende Musiklizenzvereinbarungen abgeschlossen haben.
    574 Views
  • Die neue Machtfrage der Musikindustrie heißt nicht mehr Major vs. Indie
    Seit Jahrzehnten wird die Musikbranche in zwei Lager eingeteilt: Major Labels und Independents. Doch diese Unterscheidung verliert zunehmend an Bedeutung.
    Ein aktueller Kommentar von Music Business Worldwide argumentiert, dass die eigentliche Trennlinie heute woanders verläuft: Wer kontrolliert die Daten, die Infrastruktur und vor allem die direkte Beziehung zwischen Künstlern und Fans?
    Streaming-Plattformen, Social Media und Künstliche Intelligenz verändern die Wertschöpfung der Branche grundlegend. Sichtbarkeit allein ist längst kein Wettbewerbsvorteil mehr. Entscheidend werden der Besitz von Rechten, der Zugang zu Fan-Daten und die Möglichkeit, Zielgruppen unabhängig von Plattformen zu erreichen.
    Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen unabhängigen Unternehmen, Major-Labels und finanzstarken Investoren. Viele Akteure treten zwar als unabhängig auf, sind jedoch Teil größerer Unternehmensstrukturen oder werden von Private-Equity-Gesellschaften finanziert.
    Für Künstler, Labels und Musikunternehmen könnte deshalb künftig eine andere Frage im Mittelpunkt stehen: Wer besitzt die Kontrolle über die Wertschöpfung – und über die Beziehung zum Publikum?
    Der Kommentar von Music Business Worldwide liefert damit einen interessanten Impuls für eine Debatte, die weit über die traditionelle Gegenüberstellung von Major und Independent hinausgeht.
    577 Views
  • TikTok testet KI-Erkennung, Patreon blockiert AI-Crawler: Wie Plattformen Creator vor Künstlicher Intelligenz schützen
    Künstliche Intelligenz verändert die Creator Economy rasant. Während KI-Tools neue Möglichkeiten für Content-Produktion eröffnen, wächst gleichzeitig die Sorge vor Missbrauch. Deepfakes, geklonte Stimmen oder das unkontrollierte Auslesen von Inhalten zum Training von KI-Modellen beschäftigen inzwischen nahezu jede große Plattform. Aktuelle...
    Like
    1
    790 Views
  • KI-Deepfakes: Warum Schutz der digitalen Identität zum nächsten großen Thema der Musikbranche wird
    Die Diskussion um Künstliche Intelligenz in der Musikbranche dreht sich häufig um Songs, Stimmen oder KI-generierte Kompositionen. Doch eine weitere Entwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung: der Schutz der eigenen digitalen Identität. Mit neuen Funktionen zur Erkennung von KI-generierten Nachbildungen reagieren Plattformen auf eine Realität, die für Künstler,...
    Like
    1
    812 Views
  • X und Musikverlage beenden Rechtsstreit – Signal für die Zukunft der Musikrechte?
    Die Plattform X und mehrere Musikverlage haben ihren Rechtsstreit über die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik auf der Plattform beendet. Der Konflikt drehte sich um die Frage, wie Musik auf Social-Media-Plattformen genutzt, lizenziert und vergütet werden soll.
    Für die Musikbranche ist der Fall ein weiteres Zeichen dafür, dass die Grenzen zwischen Plattformen, Creatorn und Rechteinhabern neu verhandelt werden. Gerade im Zeitalter von KI-generierter Musik und immer mehr nutzergenerierten Inhalten wird die Frage nach fairer Vergütung und klaren Lizenzmodellen weiter an Bedeutung gewinnen.
    Der Streit um X zeigt: Die Zukunft der Musikrechte entscheidet sich zunehmend dort, wo Musik geteilt, verändert und neu erschaffen wird – auf digitalen Plattformen.
    536 Views
  • Spotify, YouTube & Co.: Warum Streamingplattformen zu den neuen Kreativ-Ökosystemen werden
    Streamingdienste verändern sich grundlegend. Aus Musikbibliotheken werden Plattformen, auf denen Künstler entdeckt, begleitet und künftig auch neue Formen kreativer Inhalte entwickelt werden. Als Spotify an den Start ging, war die Idee revolutionär einfach: Millionen Songs sollten jederzeit verfügbar sein. Der Besitz von Musik wurde unwichtiger, der Zugang wichtiger....
    636 Views
  • Wem gehört die Musik auf den Plattformen?
    Der Streit zwischen Epidemic Sound und Meta zeigt: Die nächste große Auseinandersetzung der Musikindustrie dreht sich um die Kontrolle über digitale Nutzung Musik war noch nie so einfach zugänglich – und gleichzeitig war die Frage nach ihrer Vergütung noch nie so komplex. Auf Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok und YouTube entstehen täglich Millionen...
    Like
    1
    614 Views
  • EU gegen „süchtig machendes“ Design: Was der Meta-Fall für digitale Plattformen bedeutet
    Nicht der Inhalt steht im Mittelpunkt – sondern das Design Die Europäische Union erhöht den Druck auf Meta. Die EU-Kommission hat in einer vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass bestimmte Design-Elemente von Facebook und Instagram möglicherweise gegen den Digital Services Act (DSA) verstoßen. Im Mittelpunkt stehen Funktionen wie endloses Scrollen...
    Like
    1
    652 Views
  • Wenn Hits vor Gericht landen: Warum Copyright-Klagen in der Musikbranche zunehmen
    Die Musikbranche lebt von Kreativität, Inspiration und dem ständigen Wunsch, neue Songs zu schaffen. Doch mit jedem internationalen Hit wächst auch das Risiko rechtlicher Auseinandersetzungen. Immer häufiger sehen sich Künstler, Produzenten und Labels mit dem Vorwurf konfrontiert, Melodien, Harmonien oder andere musikalische Elemente unerlaubt übernommen zu haben....
    Like
    2
    519 Views
  • Warum die Musikbranche trotz KI neue Jobs schafft
    Wer in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen verfolgt hat, könnte glauben, dass künstliche Intelligenz die Musikbranche grundlegend umkrempelt. KI komponiert Songs, erstellt Stimmen, produziert Arrangements und übernimmt immer mehr Aufgaben, die früher ausschließlich Musikerinnen, Musiker und Produzenten erledigten. Doch gleichzeitig passiert etwas, das oft...
    Like
    1
    520 Views
More Results