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  • Splice stellt KI-gestützte DAW Create vor – Musikproduktion auf Knopfdruck?

    Mit Create bringt Splice eine eigene DAW an den Start, die künstliche Intelligenz tief in den Produktionsprozess integriert. Die zunächst für Mac verfügbare Beta-Version kombiniert eine klassische digitale Audio-Workstation mit der Sample-Bibliothek von Splice und dem KI-Assistenten Rheo.

    Das Besondere: Rheo kann nicht nur Fragen zur Musikproduktion beantworten, sondern die Software aktiv steuern. Per Text- oder Sprachbefehl lassen sich Sounds suchen, Melodien erstellen, Synthesizer-Patches gestalten, Arrangements aufbauen und sogar komplette Songs produzieren. Auch Einsteiger sollen damit leichter Zugang zur Musikproduktion finden.

    Create ist kostenlos verfügbar, für den Export fertiger Songs wird allerdings ein Pro-Abo für 9,99 US-Dollar monatlich benötigt. Die Nutzung der KI-Funktionen erfolgt über ein separates Guthabensystem.

    Doch die neue Technologie wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie viel kreative Eigenleistung bleibt, wenn eine KI zentrale Produktionsentscheidungen übernimmt? Und wie transparent ist das Training der verwendeten Modelle tatsächlich? Splice betont, ausschließlich lizenzierte Trainingsdaten zu verwenden.

    Die entscheidende Frage bleibt: Macht KI Musikproduktion kreativer – oder nimmt sie Musikschaffenden gerade jene Arbeit ab, durch die ein eigener Sound überhaupt erst entsteht?

    Quelle: MusicRadar, 5. November 2026
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  • Warner Chappell: „KI nicht verteufeln, sondern fair lizenzieren“

    Guy Moot sieht in künstlicher Intelligenz nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für die Musikbranche. Der CEO von Warner Chappell Music spricht sich dafür aus, KI-Technologien nicht grundsätzlich zu verteufeln. Entscheidend sei vielmehr, klare Regeln für die Nutzung musikalischer Werke und eine faire Vergütung von Songwritern zu etablieren.

    Im Gespräch mit der Press Association betonte Moot, dass Warner Music Group bereits aktiv Lizenzvereinbarungen mit ausgewählten KI-Unternehmen eingehe. Voraussetzung sei, dass diese verantwortungsvoll arbeiten, rechtmäßig lizenzierte Trainingsdaten verwenden und die Rechte der Urheber respektieren.

    Für Moot ist die Lizenzierung dabei ein wichtiger Schlüssel: KI-Unternehmen sollen für die Nutzung geschützter Musik bezahlen, anstatt Werke ohne Zustimmung für das Training ihrer Modelle einzusetzen. Nur so könne verhindert werden, dass sich ein unkontrollierter Markt entwickelt, in dem Songwriter leer ausgehen.

    Gleichzeitig sieht Moot die menschliche Kreativität durch KI nicht zwangsläufig bedroht. Im Gegenteil: Die Technologie könnte seiner Ansicht nach sogar deutlicher herausstellen, was außergewöhnliche Songwriter und Künstler auszeichnet. Während durchschnittliche Musik möglicherweise stärker unter Druck gerät, könnten Originalität, Persönlichkeit und echte künstlerische Erlebnisse an Bedeutung gewinnen.

    Auch für Musikfans sieht er Chancen: KI könne Menschen, die bisher keine musikalischen Vorkenntnisse haben, den Zugang zum kreativen Musizieren erleichtern – beispielsweise, um eigene Songs für persönliche Anlässe zu erstellen.

    Guy Moot setzt auf einen pragmatischen Umgang mit KI: nicht pauschale Ablehnung, sondern kontrollierte Innovation auf Grundlage fairer Lizenzen, rechtmäßiger Trainingsdaten und angemessener Vergütung. Eine Position, die die aktuelle Debatte der Musikindustrie gut widerspiegelt.
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  • BTS und Psy auf der Suno-Klage-Liste: 60.202 Songs sollen unerlaubt für KI-Training genutzt worden sein

    Der Rechtsstreit zwischen der Musikindustrie und dem KI-Musikdienst Suno bekommt eine prominente K-Pop-Dimension: Auf einer Liste mit 60.202 Tonaufnahmen, deren unerlaubte Nutzung Universal Music Group (UMG) und Sony Music geltend machen, finden sich auch Songs von BTS und Psy.

    Konkret geht es um Psy-Hits wie „Gangnam Style“ und „Gentleman“ sowie die BTS-Kollaborationen „Bad Decisions“ mit Benny Blanco und Snoop Dogg und „Waste It On Me“ mit Steve Aoki. Ebenfalls aufgeführt ist „Gettin’ Dumb“ von will.i.am mit 2NE1.

    Die Liste stammt aus dem zweiten US-Verfahren von Universal und Sony gegen Suno, das im September 2026 eingereicht wurde. Die Labels werfen dem KI-Unternehmen vor, urheberrechtlich geschützte Aufnahmen ohne Genehmigung zum Training seiner Musikmodelle verwendet zu haben. Im Rahmen des gerichtlichen Beweisverfahrens konnten von den Labels beauftragte Audioexperten Sunos Quellcode und Trainingsdaten untersuchen und die Aufnahmen anhand digitaler Audio-Fingerprints identifizieren.

    Suno räumt ein, Audiodaten von YouTube mithilfe des Download-Tools YT-DLP für das Training verwendet zu haben, verteidigt sein Vorgehen jedoch mit dem Argument des „Fair Use“. Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich entschieden.

    Besonders brisant: Die 60.202 Titel bilden offenbar nur einen Ausschnitt der möglichen Trainingsdaten. Die koreanische Verwertungsgesellschaft KOMCA prüft deshalb rechtliche Schritte zum Schutz der Rechte koreanischer Musikschaffender.

    Der Fall zeigt, wie weitreichend die Konflikte um KI-Training und Musikrechte inzwischen sind. Wenn selbst globale K-Pop-Erfolge in den Trainingsdaten von KI-Musikdiensten auftauchen, wird die Frage nach Zustimmung, Lizenzierung und Vergütung für die gesamte Musikbranche immer dringlicher.

    Quellen:· Korea JoongAng Daily – Hintergrundbericht · Music Business Worldwide – Sunos Stellungnahme im Verfahren

    Redaktioneller Hinweis: Die genannten Songs stehen auf einer von UMG und Sony vorgelegten Liste mutmaßlich unerlaubt genutzter Aufnahmen. Das ist keine rechtskräftige Feststellung einer Urheberrechtsverletzung.
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  • Apple wehrt sich gegen Vorladung im Rechtsstreit um KI-Musikdienst Suno

    Der Streit um das Training von KI-Musikmodellen spitzt sich weiter zu. Apple geht gegen eine Vorladung im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit um den KI-Musikgenerator Suno vor. Damit rückt erneut die Frage in den Mittelpunkt, welche Informationen Technologieunternehmen im Rahmen von Urheberrechtsverfahren offenlegen müssen.

    Im Kern geht es um die rechtlichen Grenzen KI-generierter Musik und die Verwendung urheberrechtlich geschützter Aufnahmen zum Training von KI-Modellen. Große Musiklabels werfen Suno vor, geschützte Musik ohne entsprechende Genehmigung für das Training seines Systems genutzt zu haben. Suno verteidigt sich unter anderem mit dem Argument der zulässigen Nutzung (Fair Use) nach US-amerikanischem Recht.

    Die Auseinandersetzung um Vorladungen zeigt, dass sich der Konflikt längst nicht mehr allein auf den KI-Anbieter selbst beschränkt. Auch Unternehmen aus dem Technologie- und Investorenumfeld können für die Aufklärung relevanter Vorgänge eine Rolle spielen. Dabei geht es unter anderem darum, welche Informationen über Trainingsdaten, mögliche rechtliche Risiken und die wirtschaftlichen Auswirkungen KI-generierter Musik vorliegen.

    Für die Musikbranche bleibt der Fall wegweisend: Wie die Gerichte den Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke beim KI-Training bewerten, könnte die künftige Zusammenarbeit zwischen Musikindustrie und KI-Unternehmen maßgeblich beeinflussen.
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  • https://kibeat.com/sony-und-universal-nehmen-sunos-investoren-ins-visier-wie-viel-wussten-sie-uber-die-copyright-risiken
    KIBEAT.COM
    Sony und Universal nehmen Sunos Investoren ins Visier: Wie viel wussten sie über die Copyright-Risiken?
    Der Streit zwischen der Musikindustrie und dem KI-Musikdienst Suno erreicht die nächste Eskalationsstufe. Sony Music und Universal Music wollen den Großinvestor Lightspeed Venture Partners zu internen Dokumenten und einer Aussage vor Gericht zwingen. Im Zentrum steht eine entscheidende Frage: Welche Risiken rund um urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten waren den Geldgebern bekannt?
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  • Vertreter aus Musikindustrie, Medien, Politik und Recht diskutieren heute über Urheberrecht, Lizenzierung von Trainingsdaten und den Schutz menschlicher Kreativität. Im Mittelpunkt stehen faire Vergütung und die Durchsetzung bestehender Rechte.
    Business Plus
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  • Sonilo sammelt 11 Millionen Dollar für KI-Musik passend zu Videos
    Das Startup von ehemaligen TikTok-Mitarbeitern entwickelt eine KI, die Musik und Soundeffekte automatisch an Bildinhalte anpasst. Die Technologie richtet sich an Creator, Videoproduzenten und Unternehmen.
    Das KI-Audio-Startup Sonilo hat in einer Finanzierungsrunde 11 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde vom Investor B Capital, auch Redpoint beteiligte sich. Das berichtet das Branchenmagazin Variety. Sonilo entwickelt eine KI-Technologie, die Musik und Soundeffekte passend zum Ablauf, zur Stimmung und zu den Szenen eines Videos erzeugt.
    Hinter dem Unternehmen aus San Francisco stehen mehrere ehemalige TikTok-Mitarbeiter. CEO Shawn Song war dort im Bereich multimodaler KI tätig, während COO Keli Li die globale Musikorganisation von TikTok mit aufgebaut hatte.Musik, die sich am Bild orientiertSonilos Technologie trägt den Namen „Sound World Model“. Nutzer können ein Video hochladen, ihre Vorstellungen per Texteingabe beschreiben oder beides kombinieren. Die KI analysiert die visuellen Inhalte und generiert dazu passende Musik und Geräusche, die sich an Bewegungen, Szenenwechseln und der emotionalen Wirkung des Materials orientieren sollen.
    Die Anwendung zielt insbesondere auf Kurzvideos, Social-Media-Inhalte, kurze Dramaserien und professionelle Videoproduktionen. Darüber hinaus bietet Sonilo KI-Synchronisation mit Lippenbewegungsanpassung für die mehrsprachige Bearbeitung von Videos an. Erste Integrationen bestehen unter anderem mit ComfyUI und der Creator-Plattform TapNow.

    Lizenzierung als wichtiger Faktor
    Bei den Trainingsdaten setzt Sonilo nach eigenen Angaben auf lizenzierte Musik. Zu den frühen Partnern gehört Shutterstock. Rechteinhaber sollen Lizenzgebühren und eine Beteiligung an den Einnahmen erhalten. Weitere Vereinbarungen mit Rechteorganisationen für Musikveröffentlichungen und Masteraufnahmen waren laut Unternehmensangaben noch in Vorbereitung.
    Die Finanzierung soll dazu beitragen, die Technologie auszubauen und die Verbreitung über Creator- und Entwicklerplattformen zu erweitern. Eine Consumer-App ist für das vierte Quartal 2026 angekündigt.
    Für Content-Creator könnte Sonilo die Vertonung von Videos deutlich vereinfachen. Statt einen fertigen Musiktitel mühsam auf einzelne Szenen zuzuschneiden, soll die KI den Sound direkt auf das vorhandene Bildmaterial abstimmen. Ob sich die Technologie im Produktionsalltag durchsetzt, wird sich allerdings erst mit zunehmender Nutzung zeigen.
    Quelle: Variety via Yahoo Finance
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  • US-Berufungsgericht schwächt Fair-Use-Argument für KI-Training
    Ein US-Berufungsgericht hat erstmals auf dieser Ebene entschieden, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum Training eines KI-Systems nicht automatisch unter „Fair Use“ fällt. Das Urteil könnte auch für den laufenden Rechtsstreit zwischen den Musikmajors und dem KI-Musikdienst Suno relevant werden.
    Der Third Circuit Court of Appeals bestätigte Ende September eine Entscheidung gegen das KI-Unternehmen ROSS Intelligence. Das Unternehmen hatte urheberrechtlich geschützte Inhalte von Thomson Reuters verwendet, um ein KI-gestütztes Konkurrenzprodukt zu entwickeln. Das Gericht lehnte die Fair-Use-Verteidigung ab.
    Für die Musikindustrie ist das Urteil deshalb interessant, weil Universal Music Group und Sony Music im Verfahren gegen Suno ebenfalls mit der Frage konfrontiert sind, ob das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschützten Aufnahmen ohne Lizenz als Fair Use gelten kann.Suno selbst vertritt genau diese Position und bezeichnete die Nutzung von Trainingsdaten in seinen bisherigen Schriftsätzen als „quintessential fair use“. Das Unternehmen hat allerdings inzwischen eingeräumt, Audio-Daten von YouTube für Trainingszwecke bezogen zu haben.
    Eine direkte Entscheidung über Sunos Trainingspraxis ist das neue US-Urteil nicht. Das Gericht betonte vielmehr, dass sein Fall nicht ohne Weiteres auf andere KI-Modelle übertragbar sei. Trotzdem dürfte die Entscheidung in den laufenden Musikverfahren genau beobachtet werden.
    Und der Zeitpunkt ist brisant: UMG und Sony haben Suno erst im September erneut verklagt und werfen dem Unternehmen vor, mehr als 60.000 ihrer Aufnahmen ohne Lizenz kopiert und für seine Modelle verwendet zu haben. Suno bestreitet die Vorwürfe.
    Für die Musikindustrie ist damit eine zentrale Frage noch einmal größer geworden: Darf ein KI-Unternehmen urheberrechtlich geschützte Musik einfach als Trainingsmaterial verwenden – oder braucht es dafür eine Lizenz?
    Originalmeldung bei Music Business Worldwide
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  • https://kibeat.com/ethical-ai-oder-nur-gutes-marketing-die-neue-wahrheit-uber-musik-ki
    KIBEAT.COM
    „Ethical AI“ – oder nur gutes Marketing? Die neue Wahrheit über Musik-KI
    Trainingsdaten, Künstlerrechte, Vergütung: Warum „ethische KI“ mehr sein muss als ein gutes Marketingwort
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  • https://kibeat.com/lizenzierte-ki-musik-einheitsbrei-suno-v6
    KIBEAT.COM
    Macht lizenzierte KI-Musik die Musik zum Einheitsbrei?
    Suno V6 setzt erstmals auf lizenzierte Trainingsdaten. Gleichzeitig kritisieren Nutzer den neuen Sound als generischer. Droht KI-Musik zum Mainstream-Einheitsbrei zu werden?
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  • https://kibeat.com/lost-in-license-lizenztrends-in-der-ki-musikszene-2026
    KIBEAT.COM
    Lost in License? Lizenztrends in der KI-Musikszene 2026
    Von kommerziellen Nutzungsrechten über lizenzierte Trainingsdaten bis zu KI-Credits auf Streamingplattformen: 2026 verändert sich die Musiklandschaft grundlegend. Die entscheidende Frage lautet längst nicht mehr nur, ob KI Musik erzeugen darf – sondern wer welche Rechte daran hat und wer daran verdient.
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  • FPI fordert EU-Staaten zu konsequenter Umsetzung des AI Act auf
    Die internationale Musikindustrie erhöht den Druck auf die EU-Mitgliedstaaten: Die IFPI fordert eine vollständige und einheitliche Umsetzung der neuen Vorgaben des EU AI Act. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Transparenz über Trainingsdaten, der Schutz urheberrechtlich geschützter Musik sowie die Rechte von Künstler:innen und Rechteinhabern.
    Für die Musikbranche ist entscheidend, dass KI-Entwickler bestehende Copyright-Regeln einhalten und geschützte Werke nicht ohne entsprechende Autorisierung für das Training von KI-Modellen nutzen. Die IFPI sieht den AI Act als wichtigen Schritt, mahnt jedoch eine konsequente Umsetzung in allen EU-Ländern an.
    Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Musikbranche zugleich eigene Standards für den Umgang mit generativer KI entwickelt – etwa bei der Kennzeichnung und der Chart-Zulässigkeit KI-gestützter Aufnahmen.
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