OnPlug

Search

Discover new people, create new connections and make new friends

  • US-Gericht prüft KI-Training mit Songtexten im Rechtsstreit gegen Anthropic
    Im Urheberrechtsstreit zwischen Musikverlagen und dem KI-Unternehmen Anthropic hat ein US-Bundesgericht am 21. Oktober über die Frage verhandelt, ob das Training des KI-Chatbots Claude mit geschützten Songtexten unter die Fair-Use-Regelung fällt. Zu den Klägern zählen Concord Music Group, Universal Music Publishing Group und ABKCO. Die Verlage argumentieren, dass Claude geschützte Texte reproduzieren und mit KI-generierten Lyrics in Konkurrenz zu menschlichen Songwritern treten könne.
    Als Beleg verwiesen sie auf knapp 120.000 Anfragen zur Erzeugung synthetischer Songtexte innerhalb von sechs Monaten. Anthropic verteidigt das Training als transformative Nutzung und bestreitet einen nachweisbaren wirtschaftlichen Schaden. Eine Entscheidung steht noch aus. Das Verfahren könnte wichtige Maßstäbe für den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken beim KI-Training setzen. (MBW)
    86 Views
  • Songwriter könnten Musikrechte weltweit zurückholen: US-Urteil bleibt bestehen
    Die großen Musikverlage BMG, Sony, Universal und Warner sind mit ihrem Versuch gescheitert, eine für Songwriter wichtige Gerichtsentscheidung vom US Supreme Court überprüfen zu lassen. Damit bleibt ein Urteil bestehen, das einem Urheber unter bestimmten Voraussetzungen die Rückgewinnung seiner Rechte an einem Song auch außerhalb der USA ermöglicht.Ausgangspunkt ist der Rechtsstreit um „Double Shot (Of My Baby’s Love)“: Songwriter Cyril Vetter hatte seine Rechte 1963 übertragen und später deren Rückübertragung verlangt. Ein US-Berufungsgericht gab ihm recht. Der Supreme Court konnte den Fall wegen fehlender Beschlussfähigkeit nicht überprüfen. Die Entscheidung ist deshalb weiterhin gültig, aber nicht landesweit für alle US-Gerichte verbindlich.
    Für die Musikbranche steht viel auf dem Spiel: Die Entscheidung könnte langfristig beeinflussen, wie Musikverlagsverträge, internationale Lizenzierungen und der Wert von Musikkatalogen bewertet werden.
    Quelle: Music Business Worldwide
    111 Views
  • Musikverlage warnen: KI trainiert mit Songs von Kylie Minogue und Nick Cave
    Der internationale Musikverlegerverband ICMP warnt davor, dass KI-Unternehmen urheberrechtlich geschützte Musik ohne Vergütung zum Training verwenden. Die australische Regierung steht unter Druck, ihre Copyright-Regeln anzupassen. Der Streit könnte international Signalwirkung entfalten. (The Guardian)
    86 Views
  • https://kibeat.com/streaming-vergutung-was-bleibt-fur-die-creator
    KIBEAT.COM
    Streaming-Vergütung: Was bleibt für die Creator?
    Spotify, Apple Music, Amazon und YouTube stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung: Wie viel sollen Songwriter und Musikverlage künftig an den Streaming-Einnahmen verdienen?
    Like
    1
    58 Views
  • ICMP kritisiert geplante KI-Regeln in Australien
    Der internationale Musikverlagsverband ICMP warnt vor möglichen Änderungen des australischen Urheberrechts zugunsten von KI-Unternehmen. Die geplanten Regelungen könnten es ermöglichen, urheberrechtlich geschützte Musik für das Training von KI-Modellen ohne vorherige Lizenzierung zu nutzen. Der Verband sieht darin eine Gefahr für die Rechte von Musikverlagen und Kreativen weltweit. Die Debatte in Australien könnte damit zum Präzedenzfall für den internationalen Umgang mit KI und geistigem Eigentum werden.
    Quelle: Music Business Worldwide 
    81 Views
  • US-Berufungsgericht stärkt Copyright-Schutz bei KI-Training
    Ein US-Berufungsgericht hat eine wichtige Entscheidung zum Training von KI-Systemen getroffen: Das 3rd U.S. Circuit Court of Appeals bestätigte am Dienstag eine Entscheidung zugunsten von Thomson Reuters im Rechtsstreit mit dem inzwischen eingestellten KI-Unternehmen Ross Intelligence. Ross hatte geschützte Inhalte aus der Westlaw-Datenbank verwendet, um ein konkurrierendes KI-gestütztes Recherchewerkzeug zu entwickeln. Das Gericht wies die Berufung zurück und bestätigte, dass die Nutzung in diesem Fall nicht als „Fair Use“ geschützt war.Besonders interessant für die Musikbranche: Die Recording Industry Association of America (RIAA) und die National Music Publishers’ Association (NMPA) hatten sich mit einem gemeinsamen Schriftsatz in das Verfahren eingebracht. Sie argumentierten, dass das Training von KI mit urheberrechtlich geschützten Werken für ein konkurrierendes Produkt nicht unter Fair Use fallen könne.
    Die Entscheidung ist allerdings nicht ohne Weiteres auf generative Musik-KI übertragbar. Im Fall Thomson Reuters gegen Ross ging es um ein KI-System für juristische Recherche, nicht um ein Modell, das neue Musik erzeugt. Zudem ist die ausführliche Begründung des Berufungsgerichts derzeit noch nicht vollständig öffentlich.Trotzdem dürfte die Entscheidung in der Musikbranche genau beobachtet werden. Labels, Musikverlage und KI-Unternehmen streiten derzeit in mehreren Verfahren darüber, ob urheberrechtlich geschützte Musik ohne Lizenz zum Training von KI-Systemen verwendet werden darf.
    Für die Musikindustrie ist damit eine weitere wichtige juristische Weiche gestellt – die entscheidenden Verfahren zur KI-Musik selbst sind damit allerdings noch nicht entschieden.
    431 Views
  • Musixmatch will längst nicht mehr nur die Lyrics liefern, die beim Streaming unter einem Song eingeblendet werden.
    Das Unternehmen baut seine riesige Lyrics- und Musikdatenbank zunehmend zu einer Infrastruktur für die KI-gestützte Musikindustrie aus. Laut CEO Massimo Ciociola werden Songtexte dabei zu einer Art „LLM der Musikindustrie“ – weil sie Musik in eine für KI besonders gut analysierbare sprachliche Ebene übersetzen.
    Musixmatch arbeitet nach eigenen Angaben mit rund 250.000 Rechteinhabern und verfügt über Daten zu mehr als 100 Millionen Werken. 2025 schloss das Unternehmen zudem KI-Lizenzvereinbarungen mit den Musikverlagen von Sony Music Publishing, Universal Music Publishing Group und Warner Chappell Music über Kataloge mit mehr als 15 Millionen Werken.
    Darauf baut Musixmatch inzwischen mehrere KI-Dienste auf. Music Lens kann beispielsweise große Musikkataloge nach Stimmung, Bedeutung, Kontext und anderen Merkmalen analysieren und passende Songs für konkrete kreative oder kommerzielle Anforderungen finden.
    Noch unmittelbarer wird es beim Thema Copyright: Mit Sentinel hat Musixmatch ein System entwickelt, das Lyrics in Prompts und KI-generierten Inhalten auf mögliche Urheberrechtsverletzungen untersucht. Suno nutzt Sentinel inzwischen als Kunde, um unter anderem geschützte Kompositionen und Lyrics in Prompts und Outputs zu erkennen.
    Damit entsteht eine interessante neue Rolle für Songtexte: Sie sind nicht mehr nur Bestandteil eines Songs, sondern werden zu strukturierten Daten, mit denen KI Musik suchen, analysieren, einordnen und auf mögliche Copyright-Verletzungen prüfen kann.
    463 Views
  • Universal und Warner Chappell starten Musikunternehmen in Ecuador
    Universal Music Group und Warner Chappell Music bündeln ihre Kräfte für den Start von Sonido Distrito Sur, einem neuen Musikunternehmen in Ecuador. Geleitet wird das Unternehmen vom ecuadorianischen Musiker und Produzenten Juan Fernando Velasco.Ziel ist es, lokale Künstler und Songwriter in Ecuador und der weiteren Region zu fördern und ihnen bessere Möglichkeiten für internationale Karrieren zu eröffnen. Die Partnerschaft zeigt, dass die großen Musikverlage und Labels zunehmend gezielt in lokale Märkte und regionale Talente investieren.
    307 Views
  • Spotify und MLC: Rechtsstreit um Lizenzzahlungen geht weiter
    Der Rechtsstreit zwischen Spotify und dem Mechanical Licensing Collective (MLC) in den USA geht in die nächste Runde. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Spotify seine Premium-Abos wegen des enthaltenen Hörbuchangebots als „Bundle“ einstufen und dadurch geringere mechanische Lizenzgebühren an Songwriter und Musikverlage zahlen darf.
    Nachdem ein Gericht die ursprüngliche Klage zunächst zugunsten von Spotify abgewiesen hatte, kann der MLC seine Argumentation nun weiterverfolgen. Damit bleibt die zentrale Auseinandersetzung über die Auslegung der US-Lizenzregeln und die Höhe der fälligen Tantiemen offen.
    Für die Musikbranche ist der Fall von großer Bedeutung: Es geht nicht nur um die Zahlungen von Spotify, sondern grundsätzlich darum, wie Streaming-Abos mit zusätzlichen Leistungen wie Hörbüchern bei der Berechnung von Autoren- und Verlagsvergütungen behandelt werden.
    416 Views
  • Suno will KI-Musik künftig auf Copyright-Verstöße prüfen
    Der KI-Musikdienst Suno beginnt damit, seine generierten Songs automatisch auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen. Dafür nutzt das Unternehmen Sentinel, ein neues Erkennungssystem von Musixmatch.Besonders interessant: Geprüft werden nicht nur Prompts und Eingaben, sondern auch die fertig generierten Songs. Sentinel greift dabei auf eine Datenbank mit Werken von mehr als 200.000 Musikverlagen zurück, darunter auch die großen drei Major-Labels.
    Damit geht Suno einen wichtigen Schritt in Richtung Copyright-Schutz bei generativer Musik – und könnte zeigen, wie KI-Musikplattformen künftig mit dem Problem umgehen, wenn generierte Songs bestehenden Werken zu ähnlich sind. (The Verge)
    636 Views
  • Sony Music Publishing übernimmt Rechtefirma des James-Bond-Komponisten
    Sony Music Publishing hat Monty Norman Limited, die Rechtegesellschaft des 2022 verstorbenen Komponisten Monty Norman, übernommen. Norman gilt als Schöpfer des legendären „James Bond Theme“, das seit dem ersten Bond-Film Dr. No (1962) untrennbar mit der Filmreihe verbunden ist.Die Übernahme wurde über Unterlagen des britischen Unternehmensregisters bekannt. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Mit dem Deal sichert sich Sony Music Publishing die Gesellschaft, über die Normans Musikrechte verwaltet wurden.
    Die Akquisition reiht sich in Sonys anhaltende Strategie ein, bedeutende Musikkataloge und Rechteportfolios zu erwerben. Erst in diesem Jahr hatte das Unternehmen bereits mehrere hochkarätige Kataloge übernommen und baut damit seine Position als einer der weltweit größten Musikverlage weiter aus.
    454 Views
  • Musikverlage verschärfen Klage gegen Anthropic
    Der Rechtsstreit zwischen der Musikbranche und dem KI-Unternehmen Anthropic geht in die nächste Runde. Mehrere Musikverlage haben ihre Klage wegen der mutmaßlich unrechtmäßigen Nutzung urheberrechtlich geschützter Songtexte erweitert.Der Schritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem ein US-Gericht den milliardenschweren Vergleich zwischen Anthropic und einer Gruppe von Autoren im Zusammenhang mit der Nutzung raubkopierter Bücher für das KI-Training endgültig genehmigt hat. Der Vergleich hat ein Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar und zählt zu den größten Copyright-Einigungen im KI-Bereich.
    Während Anthropic den Bücherstreit beilegt, bleibt der Konflikt mit den Musikverlagen bestehen. Die Verfahren könnten richtungsweisend dafür werden, wie KI-Unternehmen künftig mit urheberrechtlich geschützten Musiktexten und anderen kreativen Inhalten umgehen müssen.
    344 Views
More Results